CDU Thüringen hat die beiden zentralen Ziele von Europa- und Kommunalwahl erreicht

Walk: "Wir müssen uns den kontroversen Debatten im Land stellen."

Erfurt - Die CDU-Thüringen hat die wichtigsten Wahlziele bei den Kommunal- und Europawahlen erreicht. Dennoch sieht der Generalsekretär Raymond Walk keinen Grund zu uneingeschränkter Freude. "Wir wollten stärkste Kraft bei beiden Wahlen werden. Und wir wollten den Sitz im Europäischen Parlament für unsere Kandidatin, Marion Walsmann. Beides haben wir geschafft", so Walk. Die Verluste an Stimmen und Mandaten für die CDU-Thüringen zeigen laut Walk aber auch: "Wir haben bis zur Landtagswahl im Herbst einen anstrengenden Weg vor uns."

Walk verwies am Montag darauf, dass Rot-Rot-Grün in Thüringen massiv verloren habe: "Diese Koalition ist im Land weit weg von einer Mehrheit. Der Höhenflug der Grünen macht um Thüringen einen Bogen. Die Politik linker Prestigeprojekte, die unseren Bürgern oft genug politische Auffassungen von oben verordnen wollen, stößt zunehmend auf Widerstand." Walk nannte als Beispiele hier das Paritätsgesetz, die obskure Geschlechterumfrage durch die Staatskanzlei oder die Idee der Kultursteuer von Ministerpräsident Ramelow (Linke).

„In Thüringen ist die CDU vor der AfD. Wir sind zur Kommunalwahl mit überzeugenden Kandidaten angetreten. Die Linken haben gerade auch hier massiv an die AfD verloren. Der Protest ist in Ostdeutschland von links nach rechts gewandert“ stellt Raymond Walk fest. Für die CDU als Volkspartei komme es nun darauf an, bis zur Landtagswahl das eigene Profil zu schärfen. "Wir stehen für eine Bildungspolitik ohne ideologische Experimente und Schulausfall. Wir stehen für einen durchsetzungsstarken Rechtsstaat. Wir legen unser Augenmerk in den kommenden Monaten auf den ländlichen Raum", so Walk: "Aber wir müssen uns auch den kontroversen Debatten mit den jungen Wählern, der Klima- und Umweltbewegung und der digitalen Gemeinde stellen. Wir müssen in Thüringen damit jetzt beginnen.“